Stress und Angst – beste (oder schlimmste?) Kumpels
Okay, erstmal: Stress ist ja grundsätzlich erstmal was ganz Normales. Wir alle kennen das, wenn der Termindruck steigt oder die To-Do-Liste unendlich wird. Unser Körper reagiert dann mit einer Art Alarmzustand, der uns eigentlich helfen soll, schnell zu reagieren. Das ist sozusagen der Urinstinkt, der uns früher vor wilden Tieren bewahrt hat – keine Sorge, heute eher vor der Deadline als vor dem Säbelzahntiger.
Aber hier kommt der Haken: Genau dieser Alarmmodus kann bei vielen Leuten Angst auslösen. Warum? Weil Stress quasi das Nervensystem so auf Hochtouren bringt, dass der Körper denkt, da kommt gleich eine echte Gefahr. Und wenn der Körper das denkt, dann fühlt sich das eben auch so an. Verstehst du, was ich meine? Es ist, als ob dein Kopf und dein Körper ein bisschen übertreiben.
Was passiert denn da im Körper genau?
Also, wenn Stress zuschlägt, schüttet unser Körper Hormone aus, vor allem Adrenalin und Cortisol. Die sind ja super, um uns wach und aufmerksam zu machen. Nur leider, wenn die dauerhaft unterwegs sind, bringt das den ganzen Organismus aus dem Gleichgewicht. Die Herzfrequenz steigt, die Atmung wird schneller und flacher – und das wiederum kann Angstgefühle verstärken oder sogar auslösen.
Ich hab das mal an mir selbst erlebt, als ich vor zwei Jahren einen richtig stressigen Job hatte. Eines Morgens bin ich aufgewacht, mein Herz hat so gerast, ich konnte kaum Luft holen, und ich dachte, ich bekomme einen Herzinfarkt. Dabei war es nur die Panikattacke, ausgelöst durch den Stress. Total verrückt! Mein Kumpel Tom hat mir dann erzählt, dass das gar nicht so selten ist. Puh.
Das Gehirn spielt auch verrückt
Jetzt kommt das Spannende: Unser Gehirn ist da auch voll beteiligt. Stress aktiviert nämlich den sogenannten "Amygdala", das ist das Angstzentrum im Gehirn. Wenn die dauernd Alarm schlägt, lernt der Körper quasi, Angst zu empfinden, auch wenn keine echte Gefahr besteht. Das kann sich dann verselbstständigen.
Kennst du das auch, wenn du eigentlich weißt, dass nichts Schlimmes passiert, aber trotzdem dieses mulmige Gefühl nicht loswirst? Genau das ist der Trick vom Stress. Er täuscht dem Gehirn vor, da wäre was Ernstes im Gange. Manchmal frage ich mich, ob unser Gehirn nicht ein bisschen Overacting betreibt, haha.
Und was hilft dagegen?
Ich hab mit viel ausprobieren gelernt, dass es echt hilft, sich bewusst zu machen, was da eigentlich passiert. Tief durchatmen, vielleicht mal raus aus der Situation, kurz abschalten. Meine Freundin Lena empfiehlt immer Yoga und Meditation – und naja, ich muss sagen, es hilft wirklich, auch wenn ich anfangs dachte, das wäre nix für mich.
Aber ehrlich, manchmal reicht schon ein Spaziergang im Park oder ein paar Minuten, um sich auf den Boden zu konzentrieren. Das bringt das Nervensystem wieder runter und die Angst wird kleiner. Du weißt doch, wie das ist: Manchmal muss man einfach die Reißleine ziehen, bevor der Stress einen komplett überrollt.
Fazit: Stress und Angst sind irgendwie Zwillinge
Also, um das mal zusammenzufassen: Stress löst Angst aus, weil unser Körper und Gehirn in Alarmbereitschaft gehen und manchmal ein bisschen zu viel draus machen. Das ist eigentlich eine Schutzfunktion, die aber heute oft überfordert wird. Ich finde, es ist total okay, das zu erkennen und sich Hilfe zu holen oder Techniken zu lernen, um besser damit umzugehen.
Und du? Hast du schon mal so einen Stress-Angst-Moment gehabt? Wie bist du damit klargekommen? Manchmal hilft es ja schon, drüber zu quatschen und zu merken, dass man nicht allein ist mit dem ganzen Zeug.
