Es geht um mehr als nur Bohnen
Also, ganz ehrlich: Tchibo verkauft ja nicht einfach nur Kaffee. Die haben dieses ganze Ökosystem drumherum, oder? Von der Waschmaschine bis zum Strandtuch – eigentlich kann man da ja alles mögliche kaufen. Aber dieser ganze Aufwand, diese ganze Vielfalt, die muss ja irgendwie finanziert werden. Und das merkt man dann am Ende leider auch am Preis.
Ich erinnere mich, wie meine Freundin Katja letztes Jahr diesen superteuren Milchaufschäumer gekauft hat. „Aber der ist von Tchibo!“, hat sie gesagt, als ob das alles rechtfertigen würde. Und weißt du was? Der Teil funktioniert tatsächlich fantastisch, aber ob er den Aufpreis wert ist... da bin ich mir nicht so sicher.
Die Sache mit der Qualität
Da sind wir schon beim nächsten Punkt: Tchibo legt wirklich Wert auf qualitative Produkte. Die haben ja diesen ganzen Röstmeister-Kult, diese speziellen Mischungen, und ich glaube schon, dass die da mehr Aufwand betreiben als mancher Discounter. Aber ob das den Preisunterschied wirklich erklärt?
Mal ganz unter uns: Manchmal frage ich mich, ob wir nicht einfach für das Gefühl zahlen, etwas Besseres zu kaufen. Dieses ganze Image von der kleinen Kaffeerösterei, die groß geworden ist – das ist ja eigentlich eine super Marketinggeschichte. Und Geschichten kosten nun mal Geld.
Nachhaltigkeit hat ihren Preis
Ach ja, und dann ist da noch die ganze Nachhaltigkeitsgeschichte. Tchibo wirbt ja stark mit fairem Handel und ökologischen Standards. Das ist natürlich super wichtig, keine Frage! Aber honestly, diese Zertifizierungen und Kontrollen kosten natürlich auch Geld, das dann wieder auf den Endpreis aufgeschlagen wird.
Ich mein, ich will ja eigentlich genau das unterstützen – aber manchmal frage ich mich, ob da nicht auch ein bisschen Greenwashing dabei ist. Oder bin ich da zu cynisch?
Der Filial-Faktor
Weißt du noch, als Tchibo überall diese kleinen Stores in den Einkaufszentren hatte? Die sind ja teilweise wieder verschwunden, aber diese ganzen Standorte mitten in der Fußgängerzone – die Mieten sind nicht ohne! Das merkt man definitiv an den Preisen.
Letzte Woche war ich im Tchibo am Hauptbahnhof – Wahnsinn, was die für einen Kaffee verlangen! Aber hey, dafür sitzt man halt nicht im Starbucks, was?
Ist es das wert?
Also um ehrlich zu sein: Manchmal ja, manchmal nein. Bei bestimmten Spezialkaffees gönne ich mir den Luxus wirklich gerne, besonders wenn Besuch da ist. Aber für den Alltag... da greife ich dann doch eher zur günstigeren Alternative.
Was denkst du eigentlich? Zahlst du gerne den Aufpreis für Tchibo oder findest du das auch overpriced? Ich bin da wirklich hin- und hergerissen, ehrlich gesagt.
Am Ende ist es vielleicht wie mit so vielen Dingen: Man zahlt nicht nur für das Produkt, sondern für das ganze Package. Für das Gefühl, für die Geschichte, für die Gewissheit, dass es nachhaltig ist. Ob das jedem den Aufpreis wert ist – nun, das muss jeder selbst entscheiden.
Ich für meinen Teil gönne mir den Tchibo-Kaffee besonders sonntags. Da schmeckt er irgendwie doch am besten.
