Wo kommt dieser Gedanke überhaupt her?
Ich meine, warum fragt man das? Ist es der Name? „Pitt“ klingt ja nicht gerade nach „Müller“ oder „Schmidt“. Aber irgendwie – du weißt schon – die Gesichtszüge? Die Haare? Oder einfach, weil er in *Inglourious Basterds* so verdammt überzeugend als amerikanischer Soldat mit kritischem Blick auf das Dritte Reich gespielt hat, dass man dachte: „Der muss doch was mit Deutschland zu tun haben!“
Nein. War nur ein Scherz. Aber du kennst das: man sieht jemanden, der blond ist, markante Wangenknochen hat, und schon schießt der Gedanke durch den Kopf: „Ah, Nordisch. Also… irgendwie deutsch?“
Die Wurzeln liegen woanders – aber fast
Bradley Pitt wurde 1963 in Shawnee, Oklahoma, geboren. Also tief in den USA. Kein Zweifel. Aber – und jetzt kommt’s – seine Familie stammt tatsächlich aus Europa. Allerdings nicht direkt aus Deutschland, sondern aus… (trommelwirbel)… England, Schottland und… ja, tatsächlich: ein bisschen Deutschland.
Laut einigen Genforschungen und Interviews hat Pitt selbst mal erwähnt, dass er etwa 12 Prozent deutsche Vorfahren hat. Klingt wenig, ist aber mehr, als viele denken. Seine Ururgroßeltern väterlicherseits? Die kamen aus Baden-Württemberg. Genauer gesagt aus einer kleinen Gegend bei Stuttgart. Ich hab’s mal bei einem Filmabend mit meiner Tante rausgesucht – die ist total auf Ahnenforschung abgefahren. Wir haben sogar einen alten Stammbaum gefunden, wo „Pitt“ mit „Pütz“ oder „Pitz“ verwechselt wurde. Wahrscheinlich eine anglifizierte Version.
Also doch deutsch? Fast.
Also, streng genommen: Nein, Brad Pitt ist kein Deutscher. Er spricht kein Wort Deutsch (zumindest nicht öffentlich), hat nie in Deutschland gelebt und feiert auch nicht den Oktoberfest in Lederhosen (soweit wir wissen). Aber – und das ist wichtig – er hat deutsche Wurzeln. Vielleicht nicht tief, aber vorhanden. Wie so ein Uroma-Eintrag im Familienalbum, den keiner so richtig bestätigen kann, aber alle trotzdem erzählen.
Ich hab mal in München einen Typen getroffen, der schwor Stein und Bein, dass Pitts Urgroßvater aus seinem Dorf stammt. Hab’s nicht überprüft, aber hey – in kleinen Dörfern glaubt jeder, dass ein Promi von dort ist. Wie in meinem Heimatdorf, wo jeder sagt, dass Helene Fischer mal bei der Kirmes war. War sie nicht. Aber es klingt gut.
Warum interessiert uns das überhaupt?
Gute Frage. Vielleicht, weil wir alle ein bisschen stolz sind, wenn ein Hollywood-Idol „ein bisschen was mit uns“ zu tun hat. Oder weil Identität heute so wichtig ist. „Woher kommst du?“ ist ja oft mehr als nur eine Frage nach dem Geburtsort.
Ich hab letztens mit einer Freundin aus Berlin diskutiert – Lena, du kennst sie vielleicht von Instagram – und sie meinte: „Wenn Brad Pitt deutsche Vorfahren hat, dann ist das wie ein kleiner Sieg für uns. Als ob Hollywood auch ein bisschen deutsch ist.“ Ich fand’s übertrieben, aber irgendwie süß.
Und was sagt Brad selbst?
Brad Pitt hat selten über seine Herkunft gesprochen. Aber in einem Interview mit *Der Spiegel* – oder war es *Stern*? – hat er mal gesagt, dass er die europäischen Wurzeln seiner Familie respektiert, aber sich als „100 % Amerikaner“ fühlt. Kein Drama. Er ist halt, wer er ist. Und deutsche Gene machen nicht automatisch einen Deutschen aus jemandem. Sonst müssten wir halb Kalifornien annektieren.
Honestly: wäre es schlimm, wenn er keine deutschen Wurzeln hätte? Nein. Aber es macht die Geschichte ein bisschen spannender. Wie ein verstecktes Easter Egg in einem Film.
Fazit: Ein bisschen drin, aber nicht durch und durch
Also, um es klar zu sagen: Hat Brad Pitt deutsche Wurzeln? Ja – ganz leicht. Etwa ein Achtel seiner Abstammung kommt aus Deutschland. Genug, um auf einer Familienfeier in Schwaben als „der Cousin aus Amerika“ vorgestellt zu werden. Aber nicht genug, um fließend Plattdeutsch zu sprechen oder Bier mit 16 zu trinken.
Am Ende ist es vielleicht auch egal. Er ist ein großartiger Schauspieler, ein cooler Typ und – ob mit oder ohne deutsche Gene – irgendwie hat er was Vertrautes. Vielleicht ist das der deutsche Teil in uns, der da rausspürt.
You know what I mean?
