Was heißt überhaupt qualitativ oder quantitativ?
Okay, zuerst mal: Qualitativ heißt ja meistens, dass man sich mit der Qualität, also dem Inhalt, der Tiefe auseinandersetzt. Man will verstehen, interpretieren, beschreiben – so richtig ins Detail gehen. Quantitativ dagegen ist eher die Nummer mit Zahlen, Statistiken, klar messbaren Sachen. Also, wie viele Artikel gibt's zu einem Thema, oder welche Trends kann man auswerten.
Jetzt frag ich mich: Wo passt die Literaturrecherche da rein? Ist sie ein bisschen von beidem oder doch eher das eine oder andere?
Meine erste Begegnung mit der Literaturrecherche – ein bisschen chaotisch
Ich erinnere mich an mein erstes größeres Forschungsprojekt. Ich saß in der Bibliothek, voll motiviert, aber irgendwie auch total überfordert. Ich hab erstmal wahllos Bücher und Artikel rausgesucht, ohne wirklich zu wissen, was ich genau will. So quantitativ, um mal zu sehen, was es alles gibt, dachte ich. Aber dann, beim Lesen, hab ich gemerkt, dass ich eigentlich mehr auf die Inhalte achten muss – also qualitativ. Das hat mich echt ins Grübeln gebracht.
Damals hab ich gemerkt, dass eine reine Zahlen- oder Mengenbetrachtung irgendwie nicht reicht. Nur zu wissen, dass es 50 Artikel zum Thema gibt, bringt’s nicht, wenn die alle kaum relevante Infos enthalten. Aber andererseits – wenn man zu wenig sucht, verpasst man vielleicht wichtige Studien. Also, hmmm, irgendwie beides?
Literaturrecherche: Ein bisschen von beidem, aber mehr qualitativ?
Meiner Meinung nach ist die Literaturrecherche mehr qualitativ als quantitativ. Klar, am Anfang zählt man, sammelt Quellen und verschafft sich einen Überblick – also quantitativ in gewisser Weise. Aber der eigentliche Kern liegt doch darin, die Inhalte zu verstehen, kritisch zu bewerten und zu interpretieren. Man will ja nicht bloß ’ne Liste von Büchern, sondern wissen, was die aussagen, wie sie zusammenhängen und was sie für die eigene Fragestellung bedeuten.
Ich meine, stell dir vor, du machst ’ne Arbeit über Klimawandel. Du kannst zwar aufzählen, wie viele Studien es gibt, aber viel wichtiger ist doch, welche Erkenntnisse sie liefern, ob sie sich widersprechen oder ergänzen. Das ist qualitativ.
Aber hey, man kann’s auch quantitativ angehen – je nach Methode
Jetzt kommt’s: Es gibt ja auch Methoden, die quantitative Analyse von Literatur nutzen, zum Beispiel Meta-Analysen oder bibliometrische Studien. Da zählt man dann Zitationen, analysiert Netzwerke von Autoren oder schaut, wie sich Themen über die Zeit entwickeln. Das ist definitiv quantitativ. Aber das ist eher eine spezielle Form der Literaturrecherche, nicht die klassische Art.
Also, je nachdem, was du machen willst, kann Literaturrecherche auch quantitativ sein – aber meistens geht’s halt um’s Verstehen und Bewerten.
Ein kleiner Exkurs: Mein Freund Max und seine Statistikarbeit
Mein Kumpel Max, der ist eher so der Zahlenmensch. Für seine Bachelorarbeit hat er ’ne bibliometrische Analyse gemacht – also wirklich quantitativ. Er hat mir erzählt, wie er zigtausend Artikel aus Datenbanken gezogen und dann statistisch ausgewertet hat, um Trends zu erkennen. Für ihn war die Literaturrecherche also total quantitativ. Aber ich hab ihm gesagt: „Ey, das ist ’ne spezielle Spielart.“
Das zeigt doch, wie flexibel das Ganze ist. Es kommt echt auf den Kontext an.
Fazit: Literaturrecherche ist meistens qualitativ, aber mit quantitativen Elementen
Also, um’s mal einfach zu sagen: Eine klassische Literaturrecherche ist in der Regel qualitativ – man liest, bewertet, vergleicht, zieht Schlüsse. Aber am Anfang steht oft ’ne quantitative Phase, um sich einen Überblick zu verschaffen. Und wenn’s ganz speziell wird, kann die Recherche auch richtig quantitativ sein.
Ich find’s spannend, wie das so zusammenkommt. Und was denkst du? Hast du schon mal bei einer Recherche gemerkt, dass du mehr nach Zahlen als nach Inhalten gesucht hast? Oder umgekehrt? Irgendwie ist das alles ein bisschen miteinander verwoben, und das macht’s doch gerade interessant, oder?
Am Ende ist es wohl kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch – so wie viele Sachen im Leben.
