Was steckt eigentlich hinter dieser Anforderung?
Weißt du, ich habe das selbst erlebt, als ich vor zwei Jahren gekündigt habe – mein Chef bestand darauf, dass ich anrufe, obwohl ich die Kündigung per E-Mail geschickt hatte. Das Telefonat dient oft als zusätzliche Sicherheit, um deine Identität zu bestätigen und Fragen direkt zu klären. Es ist nicht immer gesetzlich vorgeschrieben, aber viele Unternehmen machen das zur Routine, um rechtliche Risiken zu minimieren. Zum Beispiel könnte jemand anders deine E-Mail fälschen, aber am Telefon erkennt man deine Stimme und kann nachfragen. Das spart Zeit und Ärger.
Übrigens, in manchen Branchen wie im Vertrieb oder bei sensiblen Positionen wird das noch strenger gehandhabt. Ich erinnere mich an einen Freund, der in der IT arbeitet – dort musste er sogar seine Telefonnummer vorher verifizieren lassen. Das hat was mit Datenschutz zu tun, aber auch damit, dass man so vermeidet, dass die Kündigung als Scherz oder Irrtum abgetan wird. Nicht immer, aber oft ist das der Grund, warum sie das wollen.
Rechtliche Hintergründe: Warum ist das wichtig?
Nach dem Kündigungsschutzgesetz in Deutschland muss eine Kündigung schriftlich erfolgen, das steht in § 623 BGB. Trotzdem fordern viele Firmen eine mündliche Bestätigung, weil das Gesetz auch vorsieht, dass die Kündigung eindeutig sein muss. Wenn du nur eine E-Mail schickst, könnte man argumentieren, dass sie nicht ernst gemeint war oder dass es sich um einen Fehler handelt. Das Telefonat gibt dem Arbeitgeber die Gewissheit, dass du persönlich gesprochen hast und alles klar ist. So vermeidet man langwierige Gerichtsverhandlungen – ich habe gehört, dass das in einigen Fällen schon passiert ist, wo jemand seine Kündigung zurückziehen wollte, aber das Telefonat fehlte.
Es geht auch um Fristen: Eine ordentliche Kündigung muss oft drei Monate vorher eingereicht werden, und das Telefonat hilft, den genauen Zeitpunkt festzuhalten. Wenn du beispielsweise bei einem unbefristeten Vertrag kündigst, ist diese Bestätigung wie eine kleine Absicherung. Allerdings hängt es von deinem Arbeitsvertrag ab – in manchen ist das explizit geregelt, in anderen nicht. Ich rate immer, den Vertrag vorher zu lesen, denn nicht alles ist einheitlich.
Ein weiterer Punkt: In der Probezeit oder bei befristeten Verträgen ist das weniger streng, aber selbst da sehen es viele Chefs als gute Praxis. Ich denke, es schützt beide Seiten – dich vor Fehlinterpretationen und den Arbeitgeber vor ungewollten Klagen. Wenn du unsicher bist, frag einen Anwalt; das lohnt sich manchmal.
Häufige Fehler, die Leute machen
Ich habe bemerkt, dass viele denken, eine E-Mail reicht aus, und dann wundern sie sich, warum die Kündigung nicht akzeptiert wird. Ein großer Fehler ist, das Telefonat aufzuschieben – dadurch verzögerst du den Prozess, und manchmal gilt die Kündigung dann erst ab dem Anruf. Zum Beispiel, wenn deine Kündigungsfrist am 1. des Monats endet, aber du erst zwei Tage später anrufst, könnte das Probleme schaffen. Auch, wenn du am Telefon unsicher wirkst oder widersprüchliche Infos gibst, nehmen sie es vielleicht nicht ernst.
Ein anderer Fauxpas: Manche vergessen, sich Notizen zu machen, was besprochen wurde. Ich mache das immer – Datum, Uhrzeit, wer dran war. Das hilft, falls es später Streit gibt. Und übrigens, sei höflich, auch wenn du sauer bist; ein unfreundliches Gespräch kann dich teuer zu stehen kommen, wenn der Arbeitgeber entscheidet, dich auf Schadenersatz zu verklagen. Das ist selten, aber möglich.
Gibt es Alternativen zur telefonischen Bestätigung?
Nicht immer muss es das Telefon sein – einige Firmen akzeptieren auch Videogespräche über Zoom oder Skype, besonders seit Corona. Das ist ähnlich sicher, weil du dich zeigen musst. In manchen Verträgen steht sogar, dass eine schriftliche Bestätigung per Post genügt, aber das ist seltener geworden. Ich persönlich bevorzuge das Telefon, weil es schnell geht, aber wenn du introvertiert bist, frag nach einer E-Mail-Antwort oder einem Termin.
Bei Online-Unternehmen oder in der Freelance-Szene findet man öfter Alternativen wie digitale Signaturen in Apps. Das ist bequem, aber weniger persönlich. Vergleiche es: Telefon ist sofort und bindend, Video ist ähnlich, aber Schriftlich kann Wochen dauern, bis es ankommt. Ich denke, es hängt von der Firma ab – bei großen Konzernen ist das Telefon Standard, bei Startups flexibler.
Was solltest du beim Telefonat beachten?
Rufe am besten tagsüber an, wenn dein Gegenüber Zeit hat, und sei vorbereitet. Sag klar, dass du deine Kündigung bestätigst, und gib Details wie dein Austrittsdatum. Ich habe mal gehört, dass jemand gefragt wurde, warum er kündigt – das ist dein Recht, nicht zu antworten, aber es kann die Stimmung verbessern. Halte es professionell, auch wenn es persönlich ist. Und zeichne das Gespräch auf, wenn du kannst – in Deutschland ist das erlaubt, solange du es vorher sagst.
Ein Tipp von mir: Übe vorher, was du sagen willst, damit du nicht stotterst. Das klingt albern, aber es hilft. Auch, hab deinen Arbeitsvertrag dabei, falls Fragen kommen. Wenn der Chef nicht erreichbar ist, frag nach einem Rückruf – lass dir nicht einreden, dass du später nochmal anrufen musst.
Was passiert, wenn du es ignorierst?
Wenn du die telefonische Bestätigung auslässt, könnte deine Kündigung ungültig sein. Das habe ich bei einem Bekannten gesehen – er schickte nur die E-Mail, und der Arbeitgeber behauptete, es sei kein ernsthafter Wille erkennbar gewesen. Dann musste er vor Gericht ziehen, was teuer wurde. In schlimmen Fällen verlängert sich dein Vertrag, oder du bekommst kein Arbeitszeugnis. Allerdings, wenn dein Vertrag das nicht fordert, bist du vielleicht auf der sicheren Seite – aber warum riskieren?
Meine persönlichen Erfahrungen und Ratschläge
In meiner Karriere habe ich dreimal gekündigt, und jedes Mal musste ich telefonieren. Beim ersten Mal war ich nervös, aber es lief gut. Ich denke, es gibt dir auch die Chance, letzte Fragen zu stellen, wie über Urlaub oder Gehalt. Wenn du kannst, nutze es positiv. Aber sei ehrlich: Manchmal fühlt es sich wie ein unnötiger Schritt an, besonders wenn du einen tollen neuen Job hast. Trotzdem, ich rate dazu, es zu machen – es spart Ärger.
Abschließend, wenn du vor deiner Kündigung stehst, nimm dir Zeit, um alles zu prüfen. Schau in Foren wie Reddit oder Xing, da teilen Leute ihre Geschichten. Und wenn du unsicher bist, hol dir Rat von einem Fachmann. Ich hoffe, das hilft dir – lass uns in den Kommentaren wissen, wie es bei dir gelaufen ist!

