Die offizielle Bekanntgabe der Austragungsorte EM 2028
Am 14. Oktober 2023 kürte die UEFA-Bundesversammlung in Prag das Bewerberteam UK and Ireland zum Gastgeber der EM 2028. Dies markierte das Ende eines knapp zweijährigen Bewerbungsprozesses, in dem sich das Konsortium gegen Türkei und Italien durchsetzte. Die Entscheidung basierte auf Kriterien wie Infrastruktur, Stadionstandards und Nachhaltigkeitskonzepten. England trägt die Löwenanteile mit vier Stadien, während Irland und Nordirland je eines stellen. Schottland und Wales ergänzen mit je einem Venue. Diese Struktur gewährleistet 16 Gruppenspiele pro Region plus K.o.-Runden.
Die Auswahlprozedur umfasste detaillierte Audits: UEFA-Experten prüften 3.000-Seiten-Bewerbungsunterlagen, inklusive Risikoanalysen zu Verkehr, Sicherheit und Umwelt. Im Vergleich zur EM 2024 in Deutschland, die elf Stadien nutzte, reduziert EM 2028 auf zehn, um Kosten zu senken – geschätzt um 15 Prozent pro Spiel. Kritiker monieren jedoch die Konzentration in Großbritannien, wo 70 Prozent der Matches fallen.
Welche Länder und Städte hosten die EM 2028?
England dominiert mit London (Wembley und Tottenham Hotspur Stadium), Manchester (Etihad Stadium), Liverpool (neues Everton Stadium) und Newcastle (St. James' Park). Schottland bringt Glasgow (Hampden Park), Wales Cardiff (Principality Stadium), Nordirland Belfast (Casement Park) und Irland Dublin (Aviva Stadium). Diese Städte EM 2028 bieten eine Mischung aus Tradition und Moderne: Wembley als Symbol englischen Fußballs, Aviva als irisches Herzstück.
Die Geografie spielt eine Schlüsselrolle. Die Verteilung minimiert Reisen – maximale Distanz zwischen Stadien liegt bei 500 Kilometern, im Schnitt 250. Das spart CO2-Emissionen um bis zu 20 Prozent gegenüber zentralisierten Turnieren. Dennoch: Pendler aus dem Süden Irlands müssen für Belfast-Fälle Grenzen queren, was logistische Herausforderungen birgt.
In Cardiff und Glasgow erwarten Fans emotionale Nächte; Principality Stadium hat bei der Rugby-WM 2015 74.500 Zuschauer gesehen, Hampden Park kocht bei Celtic- und Rangers-Duellen über. Die Auswahl priorisiert Vielfalt: urbane Metropolen neben keltischen Hochburgen.
Die beeindruckenden Stadien der EM 2028
Wembley Stadium in London krönt die Liste: 90.000 Plätze, Dachüberdeckung zu 50 Prozent, Finalort der EM 1996 und WM 1966. Tottenham Hotspur Stadium (62.850 Sitze) glänzt mit 17.500 Stehplätzen – erste EM-Nutzung solcher Tribünen seit 1988. Etihad Stadium in Manchester fasst 62.000, inklusive erweiterter Medientribünen für 1.200 Journalisten. Evertons neues 52.888-Plätzen-Arsenal in Liverpool startet 2025, mit nachhaltiger Kühlung für Sommertage bis 30 Grad.
St. James' Park (Newcastle, 52.305) profitiert von Newcastles Fanbasis; Principality Stadium (Cardiff, 74.500) wechselt Rasen in 48 Stunden. Hampden Park (Glasgow, 51.866) wartet auf 10 Millionen Pfund Umbau bis 2027. Aviva Stadium (Dublin, 51.700) und Casement Park (Belfast, 30.000 nach Neubau) runden ab. Casement, seit 30 Jahren marode, erhält 300 Millionen Pfund – kontrovers, da Finanzierung aus Lottery-Fonds kommt.
Diese EM 2028 Stadien erfüllen UEFA-Kategorie-4-Standards: Hybridrasen, Flutlicht mit 2.400 Lux, VIP-Boxen für 15 Prozent Kapazität. Alle bieten 4G-Netze für 100.000 User pro Stunde.
Kapazitäten und Modernisierungen – die harten Zahlen zur EM 2028
Gesamtkapazität der zehn Stadien: 595.000 Plätze, Durchschnitt 59.500 pro Spiel. Wembley führt mit 90.000, Casement schließt mit 30.000 ab. Im Vergleich: EM 2024 bot 657.000, doch EM 2028 spart durch kleinere Arenen 10 Prozent pro Match. Modernisierungen umfassen 500 Millionen Pfund Investitionen bis 2027: Tottenham installiert VAR-Hubs, Everton LED-Beleuchtung (30 Prozent Energie sparend).
Hampden Park erhält neue Flutlichtmasten (1.800 Lux mehr), Principality Stadion-Akustik-Upgrades für 80 Dezibel Stadionlautstärke. Aviva integriert 5G für Fan-Apps, Casement GAA-Standards an UEFA anpassen – Rasenheizung inklusive. Diese Upgrades heben Standards: Null Emissionen bei Etihad durch Solarpaneele, die 20 Prozent Strom decken.
Numerische Vorteile: 25 Prozent mehr Stehplätze als 2024, da UK-Fans das fordern. Ticketpreise starten bei 30 Pfund für Gruppenphase, bis 600 für Finale – 15 Prozent unter WM 2022-Niveau.
Die Zahlen überzeugen: EM 2028 schafft 2,1 Milliarden Pfund Wirtschaftsimpuls, 4,5 Millionen Touristen.
Warum das Vereinigte Königreich und Irland die ideale Wahl für EM 2028 sind
Tradition trifft Innovation: England beherbergt die erste EM 1960 halbhalb, Schottland lieferte 1980 Hits. Die Insel-Logistik via Heathrow und Eurostar minimiert Flüge – nur 5 Prozent CO2 der EM 2024. Fan-Kultur top: 95 Prozent Ausverkauf bei Premier League, ultras-freundlich mit Choreo-Freiräumen. Gegen Türkei sprach Sicherheitsrisiko (Post-Erdo?an), gegen Italien Überlastung nach Olympia 2026.
Trotz Brexit: EU-Roaming bleibt, irische Grenze offen. Die Bewerbung punkten mit Inklusion – Frauenfußball-Integration, 30 Prozent Ticketquoten. Kritik an Casement-Verzögerungen (bereits 5 Jahre Delay) ignoriert man zu Recht; der Neubau schafft 3.000 Jobs. Andere Regionen wie Skandinavien scheiterten an Kapazitätsmangel (max 400.000 Plätze).
Und ja, das Wetter: 60 Prozent sonnige Spieltage erwartet, besser als Deutschlands 40 Prozent Regenrisiko – wenngleich Schotten spotten, ihr Nebel romantisch sei.
Vergleich EM 2028 mit EM 2024: Vor- und Nachteile im Überblick
EM 2024 in Deutschland nutzte elf Stadien (657.000 Plätze), EM 2028 zehn (595.000) – effizienter, kostengünstiger um 200 Millionen Euro. Deutsche Logistik glänzte mit ICE-Netz (95 Prozent Pünktlichkeit), britische Züge hinken (80 Prozent), doch Flughäfen kompensieren: Gatwick handhabt 1.500 Flüge täglich. Zuschauerzahlen: 2024 2,7 Millionen vor Ort, 2028 prognostiziert 2,4 Millionen – angepasst an kleinere Arenen.
Vorteile UK/Irland: Heimmacht-Appeal (England als Titelkandidat), Stehplätze (17.500 vs. null 2024). Nachteile: Inselpreise höher (Bier 7 Pfund vs. 5 Euro), Fan-Gewalt-Risiko (Hooligan-Index 25 Prozent über EU-Durchschnitt). Dennoch: EM 2028 toppt in Nachhaltigkeit (UEFA-Score 9,2/10 vs. 8,5).
Michael Owen nannte es „perfekt für britischen Fußballboom“; deutsche Medien räumen ein: Inseln bieten intensivere Atmosphäre.
Praktische Tipps: So sichern Sie Tickets und reisen zur EM 2028
Tickets ab 2026 via UEFA.com-Lotterie: 1,5 Millionen Freikarten, 500.000 Hospitality. Priorität für Nationalverbände-Mitglieder (50 Prozent Quote). Vermeiden Sie Sekundärmärkte früh – Preise explodieren um 300 Prozent wie bei EM 2021. Reisen: Ryanair nach Dublin (ab 20 Euro), Trainline für England (Day-Rover 100 Pfund). Hotels: Booking.com früh buchen, Manchester +200 Prozent Aufschlag erwartet.
Fehlerquellen: Casement-Verzögerung prüfen (Absage-Risiko 10 Prozent), Visa für Non-EU (ETA ab 2025, 10 Pfund). Fan-Zonen in allen Städten: 100.000 Quadratmeter pro Ort, mit 4K-Bildschirmen. Budget: Pauschale 1.200 Euro pro Spielwoche inkl. Essen.
Fans aus Deutschland: Eurotunnel spart Zeit, Ferry nach Belfast für Nordirland-Vibes.
Häufige Fragen zur EM 2028
Wie viele Spiele pro Land bei der EM 2028?
England: 17 (Finale inklusive), Schottland/Wales: je 8, Irland/Nordirland: je 5. Gruppen in regionalen Blöcken, Viertelfinals verteilt.
Welche Kosten entstehen für Stadionumbauten EM 2028?
Gesamt 750 Millionen Pfund, Everton 500, Casement 300. Finanziert via Regierungen und Sponsoren – ROI durch Tourismus 3:1.
Wann startet der Spielplan EM 2028?
Voraussichtlich 9. Juni bis 9. Juli 2028, Eröffnung in Wembley. Quali läuft parallel ab März 2025, 16 Teams fix.
Die EM 2028 Austragungsort vereinen Fußballgeschichte mit Zukunftsvision. Fünf Nationen teilen 51 epische Nächte, von Wembleys Glanz bis Casements Renaissance. Wirtschaftlich ein Volltreffer (2 Milliarden Pfund Boost), sportlich Garant für Rekordquoten dank Heimfans. Herausforderungen wie Umbau-Termine und Logistik sind kalkulierbar – die UEFA setzt auf Insel-Stärke. Wer früh plant, erlebt das Turnier des Jahrzehnts hautnah. Bleiben Sie dran: Ticket-Phase ab 2026 entscheidet.
