Ist 2034 wirklich fest? Der Status der Bewerbung
Wenn man die letzten Vergabeverfahren der FIFA betrachtet, dann ist die Zusage für 2034 eigentlich schon so gut wie in Stein gemeißelt, auch wenn die letzte Abstimmung der Mitglieder noch bevorsteht. Die Sache ist die: Saudi-Arabien war der einzige ernsthafte Kandidat für diese zweite Hälfte des Jahrhunderts, nachdem andere Nationen ihre Ambitionen zurückgezogen haben oder sich auf andere Turniere konzentriert haben. Ich habe mir die Berichte dazu angesehen, und es scheint, als hätte die FIFA hier schon sehr frühzeitig Fakten geschaffen.
Ehrlich gesagt, läuft das bei diesen großen Turnieren selten so transparent ab, wie wir uns das wünschen würden, aber die Logik spricht dafür, dass wir 2034 das erste Mal eine Männer-WM in diesem Land sehen werden. Es gab zwar immer mal wieder Spekulationen, ob vielleicht doch ein anderes Land einspringt oder ob es zu einer gemeinsamen Bewerbung kommt, aber Stand jetzt, ist 2034 das Jahr, das wir markieren müssen.
Warum die Vergabe so früh entschieden wurde
Die FIFA setzt zunehmend auf langfristige Planung, besonders seit den Kontroversen um Katar 2022. Man will vermeiden, dass kurz vor knapp noch große Unsicherheiten entstehen. So bin ich der Meinung, dass die frühzeitige Festlegung auf 2034 auch ein Versuch ist, Stabilität in den Kalender zu bringen. Außerdem, und das ist ein wichtiger Punkt, folgt es einem gewissen Kontinental-Rotationsprinzip, das die FIFA gerne pflegt, auch wenn es oft verbogen wird.
Die große Hitzefalle: Warum die WM nicht im Sommer stattfinden kann
Das ist wahrscheinlich die Frage, die sich jeder stellt, wenn er an eine WM in Saudi-Arabien im klassischen Sommermonat denkt: Die Hitze. Im Juli oder August herrschen dort Temperaturen, die weit über 40 Grad Celsius liegen können, was für Spieler, Fans und das Personal schlichtweg lebensgefährlich wäre. Das haben wir ja bei der WM 2022 in Katar gesehen, wo man schon in den November/Dezember ausweichen musste.
Daher ist es für mich absolut unausweichlich, dass auch die WM 2034, wenn sie denn im traditionellen Austragungszeitraum stattfinden würde, verschoben werden müsste. Ich gehe fest davon aus, dass wir hier wieder eine Winter-WM sehen werden, wahrscheinlich im November und Dezember 2034, um die extremen Temperaturen zu umgehen. Das bringt zwar den europäischen Vereinsfußball wieder einmal komplett durcheinander, aber anders geht es schlichtweg nicht, wenn man die Gesundheit der Athleten schützen will.
Was ich dabei bemerkenswert finde, ist, dass Saudi-Arabien bereits angekündigt hat, technologisch aufzurüsten, um Stadien zu kühlen, aber das ist eine Notlösung. Die Verschiebung in den Winter ist die realistischere Option, auch wenn die FIFA das vielleicht nicht gerne hört, weil sie den Sommer-Zyklus liebt.
Infrastruktur und die Erwartungen an die Stadien
Saudi-Arabien investiert derzeit massiv in seine Sportinfrastruktur, das ist nicht zu leugnen. Sie bauen nicht nur für die Fußball-WM, sondern auch für die allgemeine Vision 2030, die das Land modernisieren soll. Wenn wir über die Austragungsorte sprechen, müssen wir uns auf hochmoderne Arenen einstellen, oft mit Klimatisierungstechnologie, die schon bei den Asian Games oder anderen Events getestet wurde.
Meine Meinung dazu ist zwiegespalten. Einerseits: Es wird beeindruckend aussehen, keine Frage. Andererseits erwarte ich, dass die Infrastruktur für die schiere Masse an internationalen Besuchern, die eine WM anzieht – oft über eine Million Menschen – an ihre Grenzen stoßen wird. Wie gut funktionieren die Flughäfen? Wie sieht es mit der Unterbringung aus, wenn man bedenkt, dass viele Stadien in Städten gebaut werden, die noch nicht auf diesen Tourismus-Ansturm ausgelegt sind? Das sind die praktischen Hürden, die man jetzt schon angehen muss.
Was bedeutet die WM 2034 für die Fans und die Reiseplanung?
Wenn Sie planen, die Fußball-Weltmeisterschaft 2034 zu besuchen, sollten Sie sich auf eine andere Art von Reiseerlebnis einstellen als beispielsweise in Deutschland oder den USA. Die Reisewege innerhalb des Landes werden wahrscheinlich länger sein, wenn nicht alle Spiele in einer einzigen Stadt konzentriert werden, was ich aufgrund der Größe des Landes für unwahrscheinlich halte.
Man muss sich auch mit den kulturellen Gepflogenheiten auseinandersetzen, was für viele europäische Fans neu sein wird. Das ist nichts Negatives, aber es erfordert Vorbereitung. Ich denke, dass die Ticketpreise und Logikpakete tendenziell eher im oberen Segment angesiedelt sein werden, da die Investitionen, die Saudi-Arabien tätigt, natürlich wieder reinkommen müssen. Planen Sie früh, vielleicht schon 2028 oder 2029, um sich Unterkünfte zu sichern. Das ist mein Tipp aus Erfahrung.
Vergleich mit der WM 2022 in Katar: Was lernen wir daraus?
Die WM in Katar war der Präzedenzfall. Wir haben gelernt, dass eine WM im Nahen Osten möglich ist, aber nur unter extremen logistischen Anpassungen (Winterspielzeit, kompakte Reisewege). Saudi-Arabien ist flächenmäßig viel größer als Katar. Das ist ein entscheidender Unterschied.
Während Katar sehr kompakt war, was die Wege zwischen Stadien und Hotels anging, muss Saudi-Arabien wahrscheinlich auf mehrere Hubs setzen, vielleicht Riad, Jeddah und Dammam. Das macht die Reise für Fans komplexer, aber bietet vielleicht auch die Chance, mehr vom Land zu sehen. Ich persönlich hoffe, dass die Veranstalter aus den Fehlern von Katar lernen, besonders was die Arbeitsbedingungen und die Nachhaltigkeit angeht, auch wenn ich da skeptisch bleibe, was die Umsetzung betrifft.
Mein Fazit zur WM in Saudi-Arabien 2034
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die WM in Saudi-Arabien ist für 2034 fest eingeplant, und wir können so gut wie sicher davon ausgehen, dass sie im Winter stattfinden wird. Es wird ein Turnier der Superlative, technologisch hochmodern, aber es wird auch viele logistische und kulturelle Herausforderungen mit sich bringen, die wir im Auge behalten müssen. Ich bin gespannt, wie sich die Planungen entwickeln, denn es ist definitiv ein neues Kapitel im globalen Fußball.

