Überall, aber nicht wirklich überall
Delfine sind ziemlich flexibel, das muss man ihnen lassen. Die meisten Arten bevorzugen warmes, klares Wasser – also tropische und subtropische Meere. Das Mittelmeer? Ja, klar, da gibt’s sie. Ich war mal in Kroatien, bei meiner Tante in Split, und am Abend vom Boot aus sah man sie springen. War mega beeindruckend, muss ich sagen. Aber das war nicht die einzige Region.
Delfine leben in fast allen Ozeanen – vom Atlantik bis zum Pazifik. Die Tümmler, die du oft in Dokus siehst, die sind besonders weit verbreitet. Die findest du wirklich von Florida bis nach Japan, von Südamerika bis nach Westafrika. Die mögen’s warm, aber auch nicht zu warm. Irgendwie wie wir, wenn wir im Sommer baden gehen – nicht zu kalt, aber auch kein Suppentopf.
Was ist mit kalten Gewässern?
Ach, und jetzt kommt’s: Es gibt auch Delfine, die es kalt mögen. Ehrlich! Der Weißseitendelfin zum Beispiel – ja, der sieht ein bisschen aus wie ein Roboter aus der Zukunft – der lebt in Nordatlantik, teilweise sogar vor Island oder Grönland. Ich war mal in Reykjavík, und ein Fischer erzählte mir, dass er sie im Winter sieht, wenn andere Fische wegziehen. „Die bleiben“, sagte er. „Die sind hart im Nehmen.“
Und dann gibt’s noch den Großen Tümmler – der ist der Typ, den du aus Flipper kennst. Der ist überall. Wirklich. Pazifik, Atlantik, sogar im Roten Meer. Der passt sich an wie ein Backpacker mit zu viel Ausrüstung. Ich glaube, der einzige Ort, wo du keine Delfine findest, ist das ewige Eis der Arktis oder Antarktis. Da sind einfach zu viele Robben und Pinguine, aber keine Delfine. Zumindest keine echten. (Oder doch? Weiß ich nicht genau. Vielleicht gibt’s da irgendwo einen verschollenen. Scherz.)
Flüsse? Ja, auch das!
Jetzt wird’s noch verrückter: Es gibt Delfine, die leben im Süßwasser. Im Fluss. Ich hab’s auch erst nicht geglaubt. Der Amazonasdelfin – oder „Boto“, wie die ihn nennen – der schwimmt im Amazonas rum. Rosa noch dazu! Der sieht aus wie gemalt. Ich hab ein Foto davon gesehen, dachte erst, es ist bearbeitet. Nein, ist er nicht. Der ist wirklich rosa. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht Sonnenbrand?
Und im Yangtze in China gab’s mal den Baiji – den chinesischen Flussdelfin. Der ist aber vermutlich ausgestorben. Traurig, oder? Ich hab davon in einer Reportage gelesen, und das hat mich echt mitgenommen. So eine intelligente Kreatur – einfach weg, wegen Verschmutzung und Schiffverkehr. Manchmal frage ich mich, ob wir je lernen werden.
Warum sind sie in bestimmten Meeren?
Ganz einfach: Essen. Delfine sind keine Idioten. Sie gehen dahin, wo die Fische sind. Und wo die Strömungen bringen, wo es Nährstoffe gibt. Also oft an Kontinentalrändern, wo kaltes Tiefenwasser aufsteigt. Da wird’s lebendig. Da gibt’s Plankton, dann kleine Fische, und dann – schwupps – kommen die Delfine zum Dinner.
Außerdem brauchen sie Platz zum Springen. Nein, Spaß beiseite – sie brauchen Raum, um zu jagen, zu kommunizieren, zu spielen. Und die Meere bieten das – wenn wir sie nicht kaputt machen.
Was du tun kannst
Hör mal – ich bin kein Umweltaktivist oder so. Aber wenn du mal auf Reisen bist und Delfine sehen willst: Tu’s verantwortungsvoll. Keine Bootsausflüge, die die Tiere stressen. Kein Plastik. Einfach respektvoll sein. Ich war mal in Portugal, in der Algarve, und sah ein Touristenboot, das direkt in eine Gruppe reinfuhr. Fand ich... mies. Die Delfine haben sich verdrückt. Kein Wunder.
Finde stattdessen einen lokalen Anbieter, der sagt: „Wir beobachten, wir stören nicht.“ Das gibt’s. Meine Freundin Lena hat das gemacht, in Kroatien. Sie sagte, es war sogar intensiver, weil die Tiere frei waren. „Man spürt’s“, sagte sie. Und weißt du was? Ich glaub ihr.
Zusammenfassung, oder: Wo sind Delfine?
Also, um’s kurz zu machen: Delfine sind in fast allen Meeren – außer den eisigen Polarmeeren. Sie lieben warme bis gemäßigte Gewässer, aber einige Arten mögen’s auch kalt. Und ja, es gibt sogar Flussdelfine. Unglaublich, aber wahr.
Wenn du also fragst: „In welchem Meer sind Delfine?“, dann lautet die Antwort: In fast jedem. Aber vielleicht nicht in deinem Aquarium. (Gott sei Dank.)
Manchmal frage ich mich, ob sie uns beobachten, während wir sie beobachten. Vielleicht lachen sie uns aus. Wer weiß?
