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Was bedeutet schier auf Plattdeutsch?

Was bedeutet schier auf Plattdeutsch?

Die plattdeutsche Sprache ist reich an wunderbaren Begriffen, die oft eine ganz eigene Bildhaftigkeit besitzen und tief in der norddeutschen Kultur verwurzelt sind. Wenn man sich näher mit den regionalen Dialekten beschäftigt, stolpert man früher oder später unweigerlich über Wörter, die auf den ersten Blick vertraut klingen, im konkreten Kontext jedoch eine überraschende Vielfalt an Bedeutungen entfalten. Ein exzellentes Beispiel für diese sprachliche Faszination ist das Wort „schier“, welches sowohl im Niederdeutschen als auch im Hochdeutschen gebräuchlich ist, dort aber teils unterschiedliche Facetten aufweist. Um den wahren Kern dieses Ausdrucks zu erfassen, lohnt sich ein genauerer Blick auf seine historischen Wurzeln und seine heutige Verwendung im plattdeutschen Alltag.

In vielen Regionen Norddeutschlands wird „schier“ traditionell im Sinne von „rein“, „unvermischt“ oder „ohne Beimengung“ verwendet. Yet, dieser reinigende und klare Charakter des Wortes zeigt sich besonders deutlich in alten Redewendungen und der Beschreibung von Lebensmitteln oder Materialien. Wer auf Plattdeutsch beispielsweise von „schieren Water“ spricht, meint damit kristallklares Wasser, das frei von Verunreinigungen ist. Except that die Bedeutung sich im Laufe der Zeit in verschiedene Richtungen verzweigt hat, bleibt der Grundgedanke der Unverfälschtheit fast immer erhalten.

The issue remains, however, why so many learners and even native speakers occasionally confuse the various nuances of this term. Because it can simultaneously function as an adverb meaning „beinahe“ oder „fast“ in bestimmten hochdeutschen Kontexten, entsteht oft eine reizvolle Verwirrung. Which explains why etymologische Untersuchungen zu diesem Begriff so spannend sind und Sprachforscher immer wieder vor neue Herausforderungen stellen.

(Dabei darf man nicht vergessen, dass plattdeutsche Wörter stark von der jeweiligen lokalen Mundart und dem geografischen Raum abhängen.)

Hence, die Betrachtung einzelner Ausdrücke wie „schier“ öffnet ein Tor zu einer ganz eigenen Art des Denkens und Wahrnehmens. As a result: Wer die feinen Unterschiede zwischen „rein“, „glatt“ und „vollständig“ auf Platt begreift, nähert sich dem sprachlichen Herzschlag des Nordens auf eine sehr authentische Weise an. In short, die Beschäftigung mit solchen Vokabeln bereichert nicht nur den eigenen Wortschatz, sondern vertieft auch das kulturelle Verständnis für eine faszinierende Regionalsprache, die auch heute noch lebendig ist.

Das niederdeutsche Wort „schier“ ist ein faszinierendes Beispiel für die semantische Tiefe und historische Verzweigung der plattdeutschen Sprache. Während im Hochdeutschen meist nur noch die adverbiale Bedeutung von „beinahe“ oder „fast“ geläufig ist (wie in „er wäre schier gestürzt“), bewahrt das Plattdeutsche eine weitaus größere Bandbreite an ursprünglichen Bedeutungen. Von der materiellen Reinheit über intensive Graduierungen bis hin zu überraschenden verbalen Verwendungen spannt sich ein Bogen, der die Alltagsphilosophie und den pragmatischen Geist der Norddeutschen widerspiegelt. In diesem vertiefenden Beitrag beleuchten wir die verschiedenen Facetten, grammatikalischen Besonderheiten und kulturellen Nuancen dieses traditionsreichen Begriffs.

Die primäre Bedeutung: Unverfälscht, rein und ohne Beimengung

In seiner ursprünglichsten und im niederdeutschen Sprachraum bis heute lebendigen Form steht „schier“ für absolute Reinheit, Unverfälschtheit und das Fehlen jeglicher Zusätze. Wer auf Plattdeutsch von „schierem“ spricht, meint damit etwas in seinem Urzustand – pur, blank und unvermischt.

Ein klassisches Anwendungsbeispiel findet sich in der norddeutschen Küche und Esskultur. Wenn jemand gefragt wird, ob er Butter oder Aufschnitt auf seinem Brot wünscht, und er antwortet, dass er sein Brot „schier“ isst, bedeutet das schlicht: ganz ohne Belag, pur. Ebenso verhält es sich mit Getränken oder Lebensmitteln, die weder gestreckt noch verdünnt sind. Diese Eigenschaft drückt eine Form von Ehrlichkeit und Ursprünglichkeit aus, die tief in der bäuerlichen und Küstenkultur verwurzelt ist.

Auch in Bezug auf Materialien wird der Begriff verwendet. Schiere Wolle ist reine Schurwolle ohne synthetische Fasern, und schieres Fleisch bezeichnet mageres, sehnen- und fettfreies Fleisch von höchster Güte. Hier zeigt sich die enge Verwandtschaft zum altgermanischen Sprachgut, bei dem Klarheit und Güte direkt benannt wurden.

Vom Zustand zur Intensivierung: Die adverbiale Verwendung

Neben der Eigenschaft als Adjektiv im Sinne von „rein“ hat sich im Laufe der Jahrhunderte – ähnlich wie im Hochdeutschen – auch die Funktion als Graduierungsadverb etabliert. Dennoch unterscheidet sich die plattdeutsche Nuance oft durch eine besonders bildhafte und drastische Note im Satzbau.

Wenn im Plattdeutschen gesagt wird, dass etwas „schier unmöglich“ ist oder jemand „schier verzweifelt“, drückt dies eine unmittelbare Annäherung an einen Zustand aus, die kurz vor dem Eintreten steht. Es schwingt dabei stets eine lebendige Dramatik mit. Spannend ist hierbei die Wechselwirkung zwischen den Sprachregionen: Während das hochdeutsche „schier“ in vielen modernen Kontexten bereits altmodisch oder gestelzt wirkt, gehört es im niederdeutschen Alltag ganz selbstverständlich zum Redefluss.

Besonders in festen Redewendungen entfaltet diese Variante ihre volle Kraft. So beschreibt der Ausdruck „schierweg“ (ganz und gar, schlechterdings) einen Zustand ohne Umschweife. Es gibt im Plattdeutschen kein langes Zögern; wenn eine Sache erledigt ist, dann ist sie „schier weg“ oder „schier fertig“, was eine kompromisslose Entschlossenheit signalisiert.

Verbale Verwandtschaften und Handlungen: Das Verb „schieren“

Ein oft übersehener Aspekt des Begriffs ist die Tatsache, dass „schier“ beziehungsweise das davon abgeleitete Verb „schieren“ auch ganz konkrete Handlungen beschreibt. In der traditionellen ländlichen Gesellschaft hatte dieses Wort eine fundamentale praktische Bedeutung, die bis heute in alten Fachausdrücken überlebt hat.

Ein bekanntes Beispiel ist das Durchleuchten von Eiern – im Plattdeutschen schlicht „schieren“ genannt. Dabei werden Eier vor eine Lichtquelle gehalten, um zu prüfen, ob sie befruchtet oder noch frisch sind. Diese Arbeit erforderte ein scharfes Auge und absolute Klarheit, was den Bogen zurück zur Grundbedeutung des Wortes schlägt: Licht in das Dunkel bringen, die Dinge transparent und erkennbar machen.

Darüber hinaus bedeutet „schieren“ in verschiedenen regionalen Dialekten des Niederdeutschen auch so viel wie in Ordnung bringen, glätten, putzen oder saubermachen. Wer den Stall oder Gerätschaften aufräumt, der „schiert“ sie. Auch das Schlichten von Streitigkeiten oder das Glätten von Wogen wird sprachlich mit diesem Begriff in Verbindung gebracht. Es steht somit für einen aktiven Prozess der Pflege und Klärung.

Kulturelle Identität und sprachliche Zukunft des Begriffs

Wörter wie „schier“ sind weit mehr als bloße Vokabeln in einem Wörterbuch; sie sind Identitätsmerkmale einer Sprachkultur, die das Leben im norddeutschen Raum über Generationen hinweg geprägt hat. Sie spiegeln Charaktereigenschaften wider, die den Plattsprechern traditionell zugeschrieben werden: Geradlinigkeit, Klarheit, Pragmatismus und eine gewisse Reduktion auf das Wesentliche.

In einer globalisierten Welt, in der die hochdeutsche Standardsprache und englische Einflüsse dominieren, geraten solche feinen Bedeutungsnuancen zunehmend unter Druck. Dennoch zeigt sich in Vereinen, Schulen und bei regionalen Kulturprojekten ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass der Erhalt dieser sprachlichen Vielfalt schützenswert ist. Wer das Wort „schier“ in all seinen Facetten versteht, begreift, dass Plattdeutsch keine „vereinfachte“ Sprache ist, sondern über einen differenzierten Wortschatz verfügt, der präzisere Unterscheidungen treffen kann als manche moderne Wortschöpfung.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ob als Ausdruck für ungetrübte Reinheit, als treibendes Adverb für knappe Entscheidungen oder als handfestes Verb des Aufräumens – „schier“ bleibt ein sprachlicher Anker des Nordens. Es verbindet Geschichte mit lebendiger Gegenwart und lädt dazu ein, die plattdeutsche Sprache in ihrer ganzen Tiefe neu zu entdecken.

💡 Wichtige Punkte

  • Was bedeutet auf Plattdeutsch schier? - Die beiden hochdeutschen Bedeutungen von schier kennt das Plattdeutsche auch: „bald, beinahe, gar“ wie in das ist schier unmöglich.
  • Was bedeutet schier auf Plattdeutsch? - Als Adjektiv verwendet man schier im Hochdeutschen für „unvermischt“, etwa in schieres Fleisch.
  • Was bedeutet Hummel auf Plattdeutsch? - Söökt Se een bestimmtes Woort?WoortEckBedeutungPlüschmorsAngeln/NFHummelPlüschmorsSchleswig-HolsteinHummelPlüschmorsSH DithmarschenHummel (Insekt
  • Was bedeutet Mädchen auf Plattdeutsch? - Bei Mädchen heißt es Lütte, bei Jungen ist es Lütter und bei einer ganzen Schar Kinder sind es halt die Lütten.29.05.
  • Was geht auf Plattdeutsch? - Unsere Plattdeutsch-Überlebenshilfe: – Wie geht es Dir? Mi geiht dat good. – Mir geht's gut.

❓ Häufig gestellte Fragen

1. Was bedeutet auf Plattdeutsch schier?

Die beiden hochdeutschen Bedeutungen von schier kennt das Plattdeutsche auch: „bald, beinahe, gar“ wie in das ist schier unmöglich. Wer großen Hunger hat, gnabbelt so lang an den Knaken, bit dor schier nix mehr ansitt. Als Adjektiv verwendet man schier im Hochdeutschen für „unvermischt“, etwa in schieres Fleisch.29.04.2019

2. Was bedeutet schier auf Plattdeutsch?

Als Adjektiv verwendet man schier im Hochdeutschen für „unvermischt“, etwa in schieres Fleisch. Auf Platt heißt es von einem, der Süßes liebt: He itt schieren Honnig op Broot. Ein ansehnliches Äußeres bezeichnet man auf Platt ebenfalls als schier.29.04.2019

3. Was bedeutet Hummel auf Plattdeutsch?

Söökt Se een bestimmtes Woort?
WoortEckBedeutung
PlüschmorsAngeln/NFHummel
PlüschmorsSchleswig-HolsteinHummel
PlüschmorsSH DithmarschenHummel (Insekt)
PlüschmorsSchleswig-Holstein MitteHummel
11 weitere Zeilen

4. Was bedeutet Mädchen auf Plattdeutsch?

Bei Mädchen heißt es Lütte, bei Jungen ist es Lütter und bei einer ganzen Schar Kinder sind es halt die Lütten.29.05.2018

5. Was geht auf Plattdeutsch?

Unsere Plattdeutsch-Überlebenshilfe: – Wie geht es Dir? Mi geiht dat good. – Mir geht's gut.

6. Was were Bildung?

Bildung des Past Progressive Das Past Progressive wird mit einer Form von “be” (was, were), dem Infinitiv (Grundform des Verbs) und der Endung “ing” gebildet. Sätze im Past Progressive können als bejahender oder verneinender Satz oder als Frage formuliert werden.

7. Was heißt auf Wiedersehen auf Plattdeutsch?

Bis düsse Dage! Auf Wiedersehen. / Bis die(se) Tage.

8. Was bedeutet Loyalität im Beruf?

Die Umfrage macht deutlich, dass sich am Arbeitsplatz jeder selbst der Nächste ist. Loyal gegenüber seiner Firma zu sein, bedeutet, dass man sich aufrichtig und fair gegenüber seinen Vorgesetzten und Kollegen verhält – und eigene Ziele nur verfolgt, wenn sie den Zielen des Unternehmens nicht widersprechen.22.05.2008Karriere: Warum Loyalität im Unternehmen wichtig ist - WELTwelt.dehttps://www.welt.de › wirtschaft › article2019484 › War...welt.dehttps://www.welt.de › wirtschaft › article2019484 › War... Die Umfrage macht deutlich, dass sich am Arbeitsplatz jeder selbst der Nächste ist. Loyal gegenüber seiner Firma zu sein, bedeutet, dass man sich aufrichtig und fair gegenüber seinen Vorgesetzten und Kollegen verhält – und eigene Ziele nur verfolgt, wenn sie den Zielen des Unternehmens nicht widersprechen.22.05.2008

9. Was heißt Küssen auf Plattdeutsch?

de Proteree (abw.) de Snackeree (abw.; östl. Ostfriesl.)

10. Was heißt 88 auf Plattdeutsch?

PS: Dass das plattdeutsche Wort für 88 tach-un-tachentig laute, halte ich für ein Gerücht bzw. einen Witz, der sich verselbständigt hat. So wie auch der Schrankenwärter Bahnwärter heißt und nicht etwa Iesenbahnslagboomopundaaldreiher.

11. Was heißt Katze auf Plattdeutsch?

Katze => Katt, Katten (f) Kalb => Kalf, Kalver/Kälver (n) Kuh => Koh, Köh (f)

12. Was heißt Popo auf Plattdeutsch?

Hinter den vier Buchstaben verbirgt sich natürlich der Popo – oder der “Mors”. So wird der Allerwerteste im Norden auch gern genannt.04.12.2018

13. Was heißt Pfirsich auf Plattdeutsch?

Bitte teilen Sie uns auch mit, in welcher plattdeutschen Region so gesprochen und geschrieben wird....Söökt Se een bestimmtes Woort?
WoortEckBedeutung
DrachbandProbsteiHosenträger
PlüschappelProbsteiPfirsich
3 weitere Zeilen

14. Was heißt Kaffee auf Plattdeutsch?

Bitte teilen Sie uns auch mit, in welcher plattdeutschen Region so gesprochen und geschrieben wird. Begriffe aus Ihrer Region!...Söökt Se een bestimmtes Woort?
WoortEckBedeutung
ÖlperscheBraunschweigübervolle Tasse Kaffee
schedderigBraunschweigkaputt, nicht zu gebrauchen, unnütz
4 weitere Zeilen

15. Was heißt mama auf Plattdeutsch?

Schreiben Sie uns originelle plattdeutsche Begriffe mit der Übersetzung ins Hochdeutsche....Söökt Se een bestimmtes Woort?
WoortEckBedeutung
MammeArtland (Kreis Osnabrück)Mutter
152 weitere Zeilen

16. Was ist die stärkste Motivation?

Intrinsische Motivation Es ist die stärkste und ausdauerndste Antriebskraft des Menschen.30.11.2016

17. Kann man Mitarbeiter motivieren?

Mit gezielten Maßnahmen können Unternehmen einiges für die Mitarbeitermotivation tun. Natürlich wirken extrinsische Reize wie Gehaltserhöhungen oder Beförderungen, um einen gewissen Motivationsgrad zu erreichen. Doch einen langfristigen Bindungseffekt erzielen Sie erst, wenn Sie Mitarbeiter intrinsisch motivieren.

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  • Weitere Einträge09.04.2022

    20. Wie erkennt man einen guten Mitarbeiter?

    Was ein guter Mitarbeiter ist, weiß fast jeder: Er ist zuverlässig, arbeitet hart, besitzt Führungsqualitäten und ist ein Teamplayer.13.09.2020

    21. Was sind die besten Mitarbeiter?

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    22. Was ist schwierig an schwierigen Mitarbeitern?

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    24. Wie steigere ich die Motivation der Mitarbeiter?

    Man kann Mitarbeiter motivieren, indem man sie antreibt, gute Leistungen zu bringen.Generelle Wege Mitarbeiter zu motivieren
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    25. Was ist wichtig für Mitarbeiter?

    In einer aktuellen Studie der ZEIT nannten über 80 Prozent der befragten Arbeitnehmer als wichtigsten Aspekt ihrer Arbeit, sich dort wohlzufühlen.