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Häufige Irrtümer und Missverständnisse
1. Der Irrglaube vom „gesunden Glas am Tag“
Wir lieben es, Ausreden für unsere kleinen Genüsse zu finden, und die Marketing-Maschinerie der Weinindustrie hat uns jahrelang perfekt in die Hände gespielt. Der Mythos, dass ein tägliches Glas Rotwein das Leben verlängert oder das Herz unbesiegbar macht, hält sich hartnäckig.
Die Realität ist jedoch ernüchternd: Alkohol bleibt ein Zellgift, und moderne medizinische Studien zeigen klar, dass es keine unbedenkliche Dosis ohne gesundheitliches Risiko gibt. Wer zu tief ins Glas schaut, schadet seiner Leber und dem Herz-Kreislauf-System mehr, als ein paar mickrige Antioxidantien je ausgleichen könnten. Wenn wir also ehrlich sind, trinken wir den Wein wegen des Geschmacks und der Geselligkeit – und nicht, weil wir gerade etwas für unsere Langlebigkeit tun.
2. Weißwein hat viel weniger Kalorien als Rotwein
Ein weitverbreiteter Tipp in jeder Diätgruppe lautet: „Greif zum Weißwein, der hat kaum Kalorien im Vergleich zum schweren Roten.“
Der Kaloriengehalt eines Weins wird primär durch zwei Faktoren bestimmt: den Alkohol- und den Restzuckergehalt.
3. Histamine und Sulfite sind die alleinigen Übeltäter für Kopfschmerzen
„Ich vertrage keinen Rotwein, ich kriege davon sofort Kopfschmerzen wegen der Sulfite!“, hören wir oft am Ende einer langen Dinnerparty.
Dabei vergessen wir geflissentlich, dass Histamine, Biogene Amine und schlicht und einfach der Flüssigkeitsmangel nach ein paar Gläsern die Hauptverursacher sind. Außerdem enthalten auch Weißweine und sogar Bioweine Sulfite.
Welcher Wein landet heute Abend nach diesem Wissen eigentlich bei Ihnen im Glas – der antioxidantienreiche Rote oder der erfrischende Weiße?

